Im Allgemeinen glaubt man, dass die Entstehung von Nudeln in der Entdeckung
und der Verwendung von Getreide liegt. Nach Abbildungen von Kochutensilien
zu urteilen, die in einem Etruskergrab gefunden wurden, scheint es, dass
schon die Etrusker eine Art Dinkel-Lasagne kannten.
In verschiedenen römischen Texten spricht man von “lagane”
und im bekanntesten antiken römischen Kochbuch heißt es: “mit
den lagane Pasteten und Aufläufe umwickeln”.
Im 12. Jahrhundert bezeugt das Schriftstück eines arabischen Geographen,
dass in der Nähe Palermos fadenförmige Nudeln produziert und im
Mittelmeerraum viel gehandelt wurden.
Im 17. Jahrhundert kombiniert man in Neapel Tomaten mit den Nudeln; sie
kamen aus Amerika nach Europa und verdrängten die Geschmackskombination
süß-salzig von der italienischen Tafel, die bis zu jenem Zeitpunkt
bevorzugt wurde.
Die unter dem gemeinen Volk sehr beliebten und verkauften Nudeln kamen jedoch
erst auf die Tische des italienischen Adels, als eine Möglichkeit gefunden
wurde, sie nicht mit den Fingern essen zu müssen: Um das Jahr 1800
wurde die Gabel erfunden.
Mit dieser Erfindung begann die weite Verbreitung der italienischen
Pasta auf der ganzen Welt und noch heute ist sie der ganze Stolz
unserer Küche.
(Italianpasta)
Entsprechend
den lokalen Gebräuchen und Traditionen entstanden im Laufe der Zeit
unterschiedliche Nudelformen mit eigener Bezeichnung: So heißen “Cappelletti”
aus Bologna in Mantua “Agnolini” und in Parma “Anolini”
und haben eine Art Hutform; im Piemont dagegen sind “Agnolotti”
rund oder quadratisch, in anderen Gegenden heißen sie Ravioli, Tortelli
oder Tortellini und sind quadratisch, rechteckig, dreieckig, in Halbmondform
oder in Taschenform.
Auch für die Füllung hat jede Gegend ihre eigene Tradition: Fleisch
in der Romagna, Kräuter in der Emilia, Bratenfleisch im Piemont, Kräuter,
Fisch oder Fleisch in Ligurien, Fleisch und Wurst in der Toskana.
Egal wie sie heißen, gefüllte Nudeln sind immer sehr beliebt.
(Cookaround)
